Bittere Niederlagen in der Fremde

08.10.2018

Auf ein schwarzes Wochenende blicken die Priener Handballer zurück. Alle Seniorenmannschaften mussten bittere Niederlagen hinnehmen.

Damen: Gute Leistung erneut nicht belohnt

Keine leichte Aufgabe hatten die Priener Bezirksoberliga-Damen am Sonntagnachmittag zu bewältigen, sie waren zu Gast bei der SG Süd/Blumenau, die bereits zwei Siege aus zwei Spielen auf dem Konto hatte.
Wie schon beim Saisonauftakt vor einer Woche begannen die Priener Damen stark. Die Abwehr stand und sie führten nach gut sieben Minuten verdient mit 4:1. Auch in der Folge behielten die Priener Gäste die Oberhand, immer wieder betrug der Vorsprung sogar vier Tore. Eine torlose Phase kurz vor und kurz nach der Pause (12:15), brachte die Gastgeberinnen aber wieder ins Spiel. In der 36. Minute fiel der 17:17-Ausgleich und es entwickelte sich eine äußerst spannende Begegnung, in der sich keine der beiden Mannschaften mehr als ein Tor absetzen konnte.
Es waren letztendlich die vergebenen Chancen, mit denen sich die Priener Damen um ihren verdienten Lohn brachten – unter anderem blieben drei von fünf Siebenmeter ungenutzt. Und so schaffte Blumenau den ersten Zwei-Tore-Vorsprung (55.) und behielt ihn bis zum Schlusspfiff.
Mit der bitteren 24:26-Niederlage steht der Aufsteiger aus Prien in der Bezirksoberliga nach zwei Spielen weiterhin mit leeren Händen da. Mit der bisher gezeigten Leistung wird sich die Mannschaft von Trainer Klaus Thomanek aber sicherlich bald belohnen. Vor allem, wenn man auf die aktuelle Tabelle schaut: Die zwei bisherigen Gegner sind die einzigen zwei Teams, die drei Siege in drei Spielen gesammelt haben. Die Priener Damen hingegen rutschten mit der zweiten Niederlage auf Platz 10 ab.
Für Prien spielten Christiane Pfaffelhuber, Lea Schabel und Sandra Staniszewski im Tor, Anna Eglseer (8/1), Katharina Missura (5), Angelina Leube (3), Norea Nettelkoven (3), Viktoria Jokisch (2), Christina Reuther (2), Anne Eifert (1), Mascha Roser, Paula Grebe und Katharina Amelung.

 

BL-Herren: Bittere Pleite in Grafing

Einen rabenschwarzen Sonntag erwischte die Priener Erste. Nach zwei Siegen aus zwei Spielen wollte sie die Siegesserie beim BOL-Absteiger TSV Grafing weiter ausbauen – heraussprang ein wahrer Euphoriedämpfer in der noch so jungen Saison.
Die Priener Herren begannen wie schon gegen Brannenburg mit einem sehr hohen Tempo. Das schnelle Spiel brachte aber keinen Vorteil, denn die Abwehr war löchrig und so waren es die Gastgeber, die ständig vorlegten, ehe Prien postwendend ausglich (10:10, 15. Min.). Individuelle Fehler auf Priener Seite spielten den Grafingern dann aber erstmals in die Hände und sie legten drei Tore vor (18. und 24.). Eine defensivere Abwehrformation und ein starker Maximilian Funk brachten die Chiemseer vor der Pause aber wieder zurück ins Spiel und so wurden beim Stand von 17:17 die Seiten gewechselt.
Gleich nach Wiederanpfiff vergaben die Priener Gäste einige glasklare Chancen, während Grafing weiterhin konsequent blieb und in der 34. Minute folgerichtig mit 21:17 in Führung ging – der Knackpunkt des Spiels. Die Moral auf Priener Seite stimmte zwar, mit der gezeigten Anzahl an technischen Fehlern und mangelnder Chancenverwertung kann man aber kein Handballspiel gewinnen.
Prien verkürzte Mitte der zweiten Hälfte zwar noch einmal auf ein Tor (22:21, 44. Min.), Grafing war an diesem Abend aber die deutlich konsequentere Mannschaft und gewann letztendlich ungefährdet mit 31:26.
Mit dieser ersten Niederlage im dritten Spiel sind die BL-Herren des TuS Prien auf Platz 4 abgerutscht.
Für Prien spielten Stefan Bauer und Paul Steines im Tor, Maximilian Funk (9/4), Markus Gallinger (4), Hannes Wackerbarth (3), Markus Schönhammer (3), Florian Gallinger (2), Julian Lindner (2), Timo Putz (1), Mathias Graf (1), Tobias Stadtelmeyer (1), Philipp Bidot, Stefan Ziegmann und Lukas Huber.

Priener Zweite ohne Wurfglück

Mit dem letzten Wurf hätte sich die Priener Zweite am Samstagnachmittag beim TSV Brannenburg II einen Punkt in der Bezirksklasse sichern können, der Wurf klatschte aber an den Innenpfosten. Letztendlich mussten sich die Chiemseer knapp mit 21:22 geschlagen geben, wobei sie sich zuvor selbst ein Bein gestellt hatten.
Nach einer 10:7-Führung nach 18 Minuten gelang den Prienern bis zum Halbzeitpfiff kein einziges Tor mehr. Mit solch einer Effizienz also kein Wunder, dass der Brannenburger Vorsprung über ein 12:10 zur Halbzeit im zweiten Abschnitt zwischenzeitlich sogar auf fünf Tore anwuchs (41. und 52.).
Obwohl den Prienern sehr lange nichts gelang, die Moral stimmte: Mit einer Serie von fünf Toren schafften die Priener zweieinhalb Minuten vor dem Ende den nicht mehr für möglich gehaltenen 21:21-Ausgleich. Aber es sollte nicht sein: Brannenburg traf zwölf Sekunden vor Schluss zum 22:21 und obwohl sich den Prienern noch eine sehr gute Chance bot, der Wurf von Klaus Thomanek landete von der linken Außenposition am linken Innenpfosten und prallte fast parallel zur Torlinie vom Gehäuse weg.
Mit einem Sieg und einer Niederlage steht die Priener zweite in der Bezirksklasse nun auf Platz 5.
Für Prien spielten Stefan Bauer, Tim Kramer und Cornelius Schwarz im Tor, Stefan Ziegmann (5), Thomas Vodermair (4), Sven Schiemann (3), Martin Vodermair (3), Volker Weiland (3), Klaus Thomanek (1), Tobias Mengedoht (1), Niclas Stepputat (1), Zeljko Dakovic und Thomas Leube.
Weitere Ergebnisse:
wJB (BL): TSV Allach 09 II – TuS Prien II 23:27
mJC (BOL): TSV Trudering – TuS Prien 42:30
mJD (BK): TSV Schliersee – TuS Prien 24:9


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