Gelungener Saisonauftakt der Priener Damen

18.09.2017

Saisonauftakt gegen Traunreut – ein spannender und durchaus auch emotionaler Start in die kommende Saison, denn frühere Begegnungen mit Traunreut liefen nicht unbedingt immer harmonisch ab.

Nun denn, mit unserem neuen Trainer Klaus Tomacek, einer guten Vorbereitung und teilweise neuen Aufstellungen gehen wir nach Anpfiff stark und schnell ins Spiel und führen nach einer halben Minute mit 0:1. Anna Mühle auf halb rechts im Wechsel (Angriff/Abwehr) mit Anna Eglseer, Christina Reuther in der Mitte und Kristina Dufter auf halb links bilden zusammen mit Gabri Schürmann (rechts außen) und Norea Nettelkofen (links außen) eine starke Startaufstellung, die mit Lea Wendt am Kreis und zunächst 5:1 vorgezogen in der Abwehr, erst nach 4 Minuten einen Ausgleich zulässt. Die ersten 15 Minuten können eher als gegenseitiges Beschnuppern bezeichnet werden. Tore fallen abwechselnd auf beiden Seiten und bis auf eine Verwarnung für uns in der 12. Min gibt es keine nennenswerten Vorfälle. Gegen Ende des 1. Viertels schwächelt unsere Abwehr etwas und schenkt dem Gegner durch Fehlpässe einige (zum Glück ungenutzte) Möglichkeiten, sich abzusetzen. So kommt es in der 15. Min zum ersten Siebenmeter für Traunreut, gegen den unsere Torwartfrau Sandra Stani noch nichts entgegenhalten kann. Nach 19. Min und einem Punktestand von 6:5 für Traunreut Time out für uns. Die Forderung des Trainers sind klar: Im Angriff stärker rein gehen, die gegnerische Abwehr fordern und in der Abwehr mehr zusammenspielen und sich abstimmen.

Auch wenn das zweite Viertel insgesamt wieder runder läuft für uns, mit einer starken Lea Wendt am Kreis und Sandra Stani, die einfach Wahnsinns-Bälle und zwei der insgesamt fünf Siebenmeter hält, können wir uns noch nicht absetzen. Mit einem Tor Rückstand gehen wir in die Halbzeit (9:8).

In der zweiten Halbzeit greifen wir direkt offensiver an und können uns endlich zumindest ansatzweise mit 9:11 in der 35. Min vom Gegner absetzen. Dieser reagiert zunehmend unsicherer und kassiert daher in der 36. und 37. Min zwei Siebenmeter, die Kristina Dufter erfolgreich im gegnerischen Tor platziert. Dadurch können wir unseren Vorsprung nun auf für uns recht komfortable 9:13 ausbauen. Bei beiden Mannschaften gibt es immer wieder unnötige Ballverluste aber im Gegensatz zur ersten Halbzeit schließen wir nun unsere Tempogegenstöße häufiger mit einem Treffer ab. Die Traunreuter tun sich immer schwerer, vor allem weil Sandra Stani (heute als einzige das Tor vertretend), absolut stark hält und unsere Abwehr kaum eine Lücke lässt. Auch Anna Eglseer zeigt sich nach mehreren Zusammenstößen mit ihrer Traunreuter Kontrahentin wieder selbstbewusst und versenkt kurz hintereinander zwei Bälle im gegnerischen Tor. Leider unterbricht der Schiedsrichter das Spiel immer wieder frühzeitig und lässt beiden Mannschaften wenig Raum, Spielzüge zu Ende zu spielen und abzuschließen. Dennoch bauen wir unseren Vorsprung weiter aus schaffen es immer öfter, den Traunreutern den Ball abzunehmen. Die Erfolgsquote bei den vielen geschenkten Tempogegenstößen könnte noch höher sein, aber wir halten den Vorsprung bei 13:20 in der 53. Min. Jana Fritz, unser jüngstes Mitglied in der Mannschaft (Endlich ein 2000er Jahrgang!!!) unterstützt ab der 40. Min von links außen. Auch die noch am Kreuzband angeschlagene Paula Grebe kommt, wie schon in der ersten Halbzeit, die letzten fünf Minuten, um von rechts außen noch mal richtig Druck zu machen. Festhalten, Bein stellen, Haare ziehen, es bleibt nichts unversucht, und auch wenn es vom Unparteiischen kaum geahndet wird, hilft es den Traunreuter Damen auch nicht weiter. Wir kassieren das letzte Gegentor und Anna Mühle in der 56. Min ihre ersten zwei Minuten, ein absoluter Rekord, vor allem in Anbetracht des Gegners. Aber selbst in Unterzahl bauen wir unseren Vorsprung noch mal aus und gewinnen dieses erste Auswärtsspiel der Saison mit 14:21.

Wir sind noch in der Findungsphase, es wird viel ausprobiert: Kathi Missura auf links außen mit Torerfolg, Christina Reuther neben der Mitte, wo sie drei Tore gemacht hat, auch mal am Kreis und Kristina Dufter auf Halb rechts, ebenfalls mit zwei Toren, zusätzlich zu den zwei Siebenmetern. Never change a running system: Lea Wendt am Kreis, heute die stärkste Spielerin, hat sich immer wieder den Ball erkämpft und holt sich mit insgesamt sieben Toren den Titel der Torkönigin. Auch Norea Nettelkofen und Gabri Schürmann haben mit je zwei Toren von links und rechts außen dem Gegner gezeigt, dass man mit uns von allen Seiten rechnen muss.

Insgesamt ein starker und gelungener Auftakt, an den wir hoffentlich beim nächsten Heimspieltag gegen Bruckmühl anknüpfen werden.
 

Katha Amelung


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