Mannschaftsleistung in der „Crunch-Time“ sichert Priener Herren die ersten Punkte

17.10.2016

Mit einer motivierten Truppe war Trainer Wolfgang Beilhack am vergangenen Samstag zum Marsplatz angereist, um in einer unbekannten Halle den bekannten Gegner aus Forstenried zu besiegen und seine ersten 2 Punkte als Coach einzufahren. Als nach halbstündiger Wartezeit dann auch der Gegner die Halle aufsperren konnte, war erst mal Unmut in den Priener Reihen zu spüren. Die Halle wies einen sehr rutschigen Boden auf, der das Spielen sicher nicht einfacher machte und dann fiel auch noch das Unwort einer jeden Saison: „Harzverbot“. Doch all das sollte dank einer couragierten Teamleistung am Ende nicht für ein Scheitern verantwortlich sein.

Bereits beim Aufwärmen, neuerdings unter der Regie von Mike Haberberger, war zu merken, dass die Truppe willig war gemeinsam den Sieg einzufahren. Es wurde geklatscht, sich motiviert und eine gute Grundlage gelegt. Doch zu Beginn war die Ballsicherheit und die Trittsicherheit mit ausschlaggebend dafür, dass keine der beiden Mannschaften durch sicheres Auftreten glänzte.
Im Angriff spielten die Gäste einige gute Chancen heraus, warfen dann aber entweder daneben, oder einen gut aufgelegten Forstenrieder Keeper an. So wurden in Halbzeit 1 gleich drei 7m und zwei Gegenstöße leichtfertig vergeben. Doch die erneut gute Abwehr schaffte es, den Gegner ebenso vor schwierige Würfe zu stellen, sodass auch diese reihenweise über und neben dem Tor landeten. Wenn dann doch ein Ball den Weg auf’s Tor fand, stand da ein ebenfalls glänzend parierender Bernhard Reichl. So war der erste Abschnitt sehr ausgeglichen und nur beim 7:9 war eine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen, ehe der Gegner wieder ausglich. 9:9 hieß es zur Halbzeit.
In der Kabine appellierte Coach Beilhack an seine Jungs, den Torhüter besser auszuschauen und die Motivation aus den guten Abwehrleistungen mit in den Angriff zu nehmen. Davon war aber anfangs nicht viel zu sehen und es ging weiter wie es aufgehört hatte. Über 10:10 und 12:11 hatte bis zum 13:13 immer der Hausherr die Nase vorn. Dann kam es beim Stand von 14:14 aber zu einem Zwischenspurt der Chiemseer. Die oftmals berechtigten, aber teilweise auch fragwürdigen Zeitstrafen durch die weitestgehend souveränen und neutralen Schiedsrichter schienen die Mannschaft zu motivieren und aus einer Unterzahl heraus fand man sich mit 14:18 in Front. Grund genug für TSV Trainer Seiler seine Jungs neu einzustellen und eine Auszeit zu nehmen. Das schien zu fruchten und beim 17:18 war das alte Spiel wiederhergestellt- möchte man meinen. Aber die gesamte Mannschaft von Wolfgang Beilhack war nun motiviert und jeder einzelne peitschte seine Mitspieler nach vorne. Jede gute Aktion wurde von der Bank bejubelt und so die Führung bis zum Spielende gehalten. Das 20:21 drei Minuten vor dem Ende war das letzte mal, dass Forstenried noch Hoffnung hatte. Die große Erleichterung aller TuS Spieler war dann das 20:23 eine Minute vor dem Ende, das den Sack zu machte und die ersten beiden Punkte an den Chiemsee bringt.

Nun gilt es weiterhin, den Angriff zu stabilisieren und den Teamgeist aufrecht zu erhalten, damit weitere Punkte folgen. Denn das Spiel hat gelehrt, dass man als Mannschaft viel erreichen kann, auch wenn einzelne Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischen. Die Zuschauer können sich also freuen, wenn am kommenden Samstag der TSV Unterhaching 2 am Chiemsee gastiert, eine geschlossene Mannschaft und hochklassigen Handball zu sehen.

Für den TuS spielten:
Bernhard Reichl (Tor)
Mike Haberberger (7/2), Markus Schönhammer (4), Markus Gallinger (3), Mathias Graf,
Fabian Putz (je 2),  Florian Gallinger (2/2), Raphael Bächtle, Achim Friedrich (je 1), Timo Putz, Ole Horstmann, Tobias Stadtelmeyer

 

Ole Horstmann


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